Frühkindliche Bindung und deren Einfluss auf die soziale Interaktion

Jeder Mensch ist von Geburt bis an sein Lebensende mit einem aus der Evolution hervorgegangenen Bindungsverhalten ausgestattet. Dieses unsichtbare Band zwischen den Bezugsperonen und dem Kind steht für das Fürsorge- und Pflegeverhalten.

Auf der Basis früher Erlebnisse entwickeln Menschen sehr unterschiedliche Bindungsmuster, je nachdem wie gut sie mit ihren Bedürfnissen durch die betreuenden Erwachsenen empfangen wurden. Eine sichere Basis bedeutet eine gute Resilienz (Widerstandskraft) für die Anforderungen des Lebens und bietet die Grundlage, gute soziale Fähigkeiten und stabile Kontakte zu entwickeln. Dieser Tag gibt einen kurzen Überblick über die Grundlagen der von John Bowlby entwickelten Bindungstheorie. Neben der Theorie geht es darum, besser zu verstehen, wie wir selbst, unsere Bezugspersonen und unsere Klient/-innen durch Beziehungserfahrungen geprägt wurden, aber auch, wie „schwierig“ erscheinendes Verhalten von Menschen in Zusammenhang mit schwierigen Bindungserfahrungen stehen kann.

 

Inhalte:

Einblick in die Bindungstheorie (nach Bowlby)

Kinder psychisch kranker Eltern

herausforderndes Verhalten durch Bindungsunsicherheiten

Blick auf die eigenen Bindungserfahrungen (Gruppenarbeit)

Arbeit mit Lebenslandkarten

bindungsstärkenden Eltern-Kind-Interaktion (MarteMeo)

Details
Leitung: Michael Keller 
Ilona Betker 
Termin: SA, 29.04.2023 von 10:00 bis 17:00 Uhr
(8 Unterrichtsstunden)
Kosten: 88,00 €
80,00 € (ermäßigt)

Ort:

Kobi-Räume
Adlerstraße 81-83
44137 Dortmund
Kurs-Nr.: ka2406233
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